
Erster Eindruck von Hyderabad: Wow! Indische Grossstadt, aber weniger los, sauberer, moderner und trockenere Luft, kurz gesagt: auf Anhieb sympathischer als Mumbai. Mir scheint immer mehr, ich bin gleich von Anfang an in das groesstmoegliche Extrem gestuerzt als ich hier in Mumbai ankam. Aber keine Sorge: bereuen tue ich mein Leben hier in Mumbai dennoch nicht.
Spannend in Hyderabad ist: zwei Dinge kennzeichnen die Stadt: Informatikfirmen und Moslems, beides sieht man hier wie Sand am Meer. Die starke Praesenz von Moslems ist historisch auf mehrere arabische Koenigsdynastien zurueckzufuehren, die sich diese Gegend einstmals erkaempft hatten und lange dort lebten. Als die Briten Indien verliessen und Hindustan sich in Pakistan, Ost-Pakistan (heute Bangladesch) und Indien aufteilte, wusste keiner, was mit Hyderabad passieren sollte, weil die Trennung eine religioese und Hyderabad eine Islaminsel inmitten einer hinduistisch gepraegten Gegend war. Dass es nun zu Indien gehoert war wohl eher eine pragmatische Loesung, aber offensichtlich kein Problem, denn groessere Unruhen hat es in Hyderabad meines Wissens nicht gegeben.
Die Stadt besteht aus modernen Gegenden voller Kaufhaeuser und Villen und den alten Stadtteilen, die von der ganzen Architektur her eher wie eine Stadt im mittleren Osten aussieht (oder so wie ich mir eine solche vorstelle). Auf jeden Fall interessant. Uebrigens war ich nicht allein, sondern, wie schon bei meinem Rajahstan-Ausflug, in Begleitung von Ramona und Gabi, die ebenfalls Vortraege hielten (und mir ganz nebenbei zu dieser Gelegenheit Zugang verschafft haben). Abends wurden wir unerwartet zu einer Weihnachtsparty einer anderen IT-Firma eingeladen, wo auslaendische Praktikanten dieser Firma mit viel Alkohol und lauter Musik auf einer stylischen Dachterasse das Leben begossen. Ich war lang nicht mehr auf einer so coolen Party. Wow! Dank eines tollen Bettes im Hotel und genug Zeit zum Ausschlafen fiel mein Kater etwas geringer aus...



Mein Wochenende war also richtig nett. Jetzt arbeite ich noch 2 Wochen und dann geht es uebers Neujahr ab nach Goa. Spaetestens im Neujahr gibt es dann also wieder neue Berichte un Bilder. Fuer die Zwischenzeit gibt es jetzt noch ein paar wunderschoene Fotos von den Slums um mein Haus herum und Blicken weiter auf die Stadt heraus, geschossen vom Dach des Gebaeudes (auf dem wir bald mal eine kleine Grillparty steigen lassen muessen). An meine Bude habe ich mich uebrigens schon richtig gut gewoehnt und auch wenn der Wohnkomplex von Dreck umgeben ist, laesst es sich hier doch ganz vernuenftig und vor allem relativ gut angebunden leben. Seht Euch um...




Ich wuensche Euch allen glueckliche Adventstage, coole Geschenke, Glueck und alles, was man sich sonst noch so wuenschen kann (eine ganze Menge). Feiert schoen...
Euer Robert
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